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EcoAustria News

Haushaltskonsolidierung ohne Einschränkung für die Bevölkerung möglich

(14.05.2018) Die derzeit gute Konjunktur ist Rückenwind für die Haushaltskonsolidierung für Bund, Länder und Gemeinden. Dennoch steht die Finanzpolitik vor riesigen Herausforderungen: „Nachdem die Staatsschuldenquote bis 2025 voraussichtlich auf unter 60% sinken wird, wird sie ohne wesentliche Reformmaßnahmen ab 2030 wieder ansteigen und mittelfristig die heutige Quote sogar übersteigen. Grund hierfür ist die Demografie, die insbesondere auf die Ausgaben in den Bereichen Pensionen, Gesundheit und Pflege wirkt. Hier sind Strukturreformen angezeigt“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Daneben sollte die Konsolidierung der Haushalte weiter vorangetrieben werden. „Die Haushaltskonsolidierung ist ohne massive Einschränkung für die Bevölkerung möglich, wenn es gelingt, die Effizienzpotenziale zu heben“, sagt Thomas. So zeigt eine Untersuchung von EcoAustria aus dem Jahr 2015 bereits ein Effizienzpotenzial für Bund, Länder und Gemeinden von knapp 5 Mrd. Euro, u.a. in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Pflichtschulen oder Verwaltung. Dabei geht es nicht darum, das System umzukrempeln, sondern von guten Lösungsansätzen zu lernen: „Wenn die öffentlichen Mittel überall so wirksam eingesetzt würden, wie im effizientesten Bundesland, könnten Ausgaben in Milliardenhöhe gesenkt werden, ohne dass die Qualität der öffentlichen Leistungen gesenkt werden müsste“, so Thomas.

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Wohlstand nicht durch Schutzzölle gefährden!

(23.03.2018) Heute treten die von der amerikanischen Regierung beschlossenen Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte von 25 % bzw. 10 % in Kraft. Zwar ist die EU, gemeinsam mit einer Reihe anderer Staaten hiervon ausgenommen, jedoch sind von diesen Handelsrestriktionen jedenfalls mittel- bis langfristig negative Effekte zu erwarten. Die Maßnahmen zielen auf die Verringerung der hohen Importe in die USA und den Schutz amerikanischer Stahl- und Aluminiumhersteller ab. Dies ist jedoch zweifelhaft. „Die Politik der Schutzzölle wird nicht nur Schaden für andere Volkswirtschaften anrichten, sondern richtet sich letztendlich auch gegen die amerikanischen Bürger selbst“, sagt Wolfgang Schwarzbauer, Leiter des Forschungsbereichs Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. „Durch die Einführung der Zölle kann es zwar kurzfristig zu einer Belebung der betroffenen US-Unternehmen kommen – mittel- bis langfristig zahlen jedoch 

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40% Abgabenquote erreichen, ineffiziente Maßnahmen beenden!

(22.03.2018) Die derzeit gute Konjunktur ist Rückenwind für die öffentlichen Finanzen.  Das Doppelbudget 2018/19 profitiert davon. „Dennoch handelt es sich um ein durchaus diszipliniertes Budget. Wir haben in der Vergangenheit etliche Phasen der Hochkonjunktur gehabt, in denen der Geldhahn aufgedreht blieb. So gesehen ist das Doppelbudget ein kurzfristiges Signal für stabile Finanzen“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Langfristig bestehen allerdings nach wie vor große Herausforderungen: So wird die Staatsschuldenquote bis 2025 wohl auf das Maastricht-Kriterium von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken, allerdings wird sie aufgrund der demografischen Entwicklung ab 2030 ohne wesentliche Reformmaßnahmen wieder deutlich steigen. Treiber dieser Entwicklung sind insbesondere Ausgaben in den Bereichen Pensionen, Gesundheit und Pflege.

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Karl Sevelda neuer Präsident von EcoAustria

(08.03.2018) Karl Sevelda ist neuer Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Er folgt auf Josef Moser, der aufgrund seiner neuen Aufgabe als Bundesminister für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz seine Ämter bei EcoAustria niedergelegt hatte. „Wir sind froh, dass wir mit Karl Sevelda eine herausragende Persönlichkeit als Präsident gewinnen konnten, der über umfangreiche Erfahrungen in der Wirtschaft insbesondere im Bankenbereich verfügt und exzellent vernetzt ist“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Instituts. „EcoAustria ist es als unabhängige Forschungseinrichtung bereits in den letzten Jahren gelungen, seine wissenschaftliche Expertise in die wirtschaftspolitische Debatte einzubringen. Dies wollen wir Schritt für Schritt intensivieren und auch Entscheidungsträger in Politik und Unternehmen mit evidenzbasierter Forschung unterstützen“, sagt Karl Sevelda. „Mein ehrenamtliches Engagement bei EcoAustria sehe ich sozusagen als Aufsichtsrat. 

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EcoAustria auf dem dritten Economics of Media Bias Workshop

(14.02.2018) Der dritte Economics of Media Bias Workshop findet heuer vom 15. bis 16. Februar 2018 an der Universität Köln statt. EcoAustria Direktor Tobias Thomas wird dort neue Forschungsergebnisse zur Rolle der Medien in der Demokratie vorstellen. Auf der Konferenz werden zudem unter anderem Ruben Durante, Sciences Po and Universitat Pompeu Fabra (Spanien), James M. Snyder, Harvard University (USA) und Maiting Zhuang, Paris School of Economics (France) weitere Forschungsbeiträge zur Medienberichterstattung im politischen und wirtschaftlichen Kontext präsentieren. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Forschungsnetzwerk Economics of Media Bias Network verbindet Wirtschaftswissenschaftler, die weltweit zum Einfluss der Medienberichterstattung im wirtschaftlichen und politischen Kontext forschen. 

Das Programm zur Konferenz: Economics of Media Bias Workshop 2018

EcoAustria Research Paper No. 6: The Political Coverage Index and its Application to Government Capture

Gesamteffekt der Migration auf den Staatshaushalt positiv

(29.12.2017) Die Migration nach Österreich hat einen positiven Einfluss auf die Beschäftigung, die Investitionen und das Wirtschaftswachstum. „Durch die Zuwanderung fällt das Bruttoinlandsprodukt um einiges höher aus, als es ohne Migration der Fall wäre“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Das gestiegene Angebot an Arbeitskräften kann allerdings kurzfristig auch zu einer gewissen Lohndämpfung und einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit insbesondere unter Geringqualifizierten führen. „Die Höhe der wirtschaftlichen und fiskalischen Effekte der Zuwanderung hängt entscheidend von der Qualifikationsstruktur und der Arbeitsmarktintegration ab“, erläutert Thomas. Wie die Auswirkungen auf die öffentlichen Einnahmen und Ausgaben im Detail aussehen, zeigt eine heute veröffentlichte Analyse auf Basis des Makromodells PuMA von EcoAustria.

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Integration lässt negative Budgetfolgen durch Asyl sinken

(13.12.2017) Von 2013 bis 2016 wurden in Österreich 172.000 Asylanträge gestellt. Die Fluchtmigration hat erhebliche ökonomische und fiskalische Auswirkungen. „Asyl ist primär unter humanitären und nicht unter ökonomischen Gesichtspunkten zu sehen“, betont Johannes Berger, Leiter des Forschungsbereichs Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung bei EcoAustria. „Dennoch müssen die wirtschaftlichen und fiskalischen Effekte von Beginn an mitgedacht werden.“ So erhöht die Zuwanderung von Flüchtlingen das Arbeitsangebot, führt zu zusätzlichem privaten Konsum und Investitionen und lässt das BIP steigen. Die Analyse auf Basis des Makromodells PuMA von EcoAustria zeigt allerdings auch, dass die Bevölkerung stärker zunimmt und somit das BIP pro Kopf gedämpft wird. Die Beschäftigung wird höher ausfallen, als es ohne Fluchtmigration der Fall wäre.

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Fehlender Mut kein Grund für Reformstau

(25.10.2017) Strukturreformen bilden die Basis für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand und damit auch für die langfristige Finanzierung des Sozialstaats. Allerdings finden solche Reformen selten frühzeitig und oft nur in geringem Umfang statt. Das Forschungsfeld der Neuen Politischen Ökonomie untersucht systematisch die Treiber und Hürden von Strukturreformen. „Häufig werden Reformen erst dann angestoßen, wenn eine Krise bereits voll im Gange ist“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. „Hierauf zu warten ist aber nicht nötig und auch nicht sinnvoll. Hinweise auf wirksame Reformen können auch gewonnen werden, wenn man offen Ausschau hält, welche Politikmaßnahmen anderswo zu guten Ergebnissen geführt haben. Das kann im internationalen Vergleich geschehen oder auch zwischen den Bundesländern im Föderalismus“, so Thomas. Als Hürden für Reformen werden in wissenschaftlichen Studien oftmals Unsicherheit über die Gewinner und Verlierer einer Reform sowie Zermürbungskriege zwischen Interessengruppen genannt. Die Reformdebatte sollte daher auf Basis empirischer Fakten und auf einem starken wissenschaftlichen Fundament erfolgen. 

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Mitarbeiternachwuchs bei EcoAustria

(19.10.2017) Der Ökonom Wolfgang Schwarzbauer verstärkt das Team des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. „Wir sind froh mit Wolfgang Schwarzbauer einen ausgewiesenen Experten gewonnen zu haben, der über langjährige Erfahrung in der Bewertung von Infrastruktur-, Technologie- und Wettbewerbspolitik sowie in der Modellierung ökonometrischer Schätzverfahren verfügt“, sagt Tobias Thomas, seit Jahresbeginn Direktor von EcoAustria. Schwarzbauer startete seiner Karriere als Wirtschaftswissenschafter am Institut für Höhere Studien, wo er von 2011 bis 2013 die Abteilung Ökonomie und Finanzwirtschaft leitete. Schwarzbauer, der zuletzt Senior Manager der Stabsstelle Research der Oesterreichischen Kontrollbank war, schaut gespannt in die Zukunft: „Bei EcoAustria kann ich meine Kompetenzen in den Bereichen regionale und internationale Wirtschaft sowie Innovation und Wettbewerb voll einbringen. Dabei ist es mir ein Anliegen, die Themen verständlich und transparent aufzuarbeiten und so auch einen wesentlichen Beitrag für die öffentliche Debatte zu leisten“, betont Schwarzbauer.

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Ausgabenbremse für Abgabenquotensenkung nutzen

(13.10.2017) Österreich weist eine sehr hohe Abgabenquote auf. Auch nach der jüngsten Revision von Statistik Austria liegt sie mit 42,9% deutlich über dem Durchschnitt der EU28 oder der Eurozone. Das belastet Haushalte und Unternehmen. „Eine Absenkung der Abgabenquote kann dann erreicht werden, wenn die öffentlichen Ausgaben langsamer als das BIP wachsen. In der Folge sinkt die Ausgabenquote und so ergeben sich Potenziale zur Abgabenquotensenkung“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Eine inflationsgekoppelte Ausgabenbremse ab dem Jahr 2018 würde bedeuten, dass die Staatsausgaben weiterhin von etwa 189 Mrd. Euro in 2017 auf über 206 Mrd. Euro in 2022 zulegen können. Berücksichtigt man aktuelle BIP-Wachstums- und Inflationsprognosen, ergäbe sich dennoch ein Potenzial zur Reduktion der Abgabenquote von 42,9% um 4,0 Prozentpunkte auf 38,9% im Jahr 2022.

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Bei den Ausgaben Champions League, bei den Leistungen im Mittelfeld

(05.10.2017) Die Abgabenquote liegt in Österreich mit 43,4% deutlich über dem Durchschnitt der EU28 oder der Eurozone. Das belastet die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte und die Unternehmen im internationalen Wettbewerb. „Österreich hat weniger ein Einnahmen-, sondern vielmehr ein Ausgabenproblem. Viele Länder in der EU erreichen mit deutlich weniger Aufwendungen das Leistungsniveau Österreichs oder übertreffen es sogar“, sagt Tobias Thomas, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria. Das gilt etwa für die Qualität der öffentlichen Verwaltung, den Bildungsbereich oder den Gesundheitszustand der Bevölkerung. Kaufkraftbereinigt gibt Österreich z.B. im Verwaltungsbereich 824 Euro pro Kopf und Jahr aus. In Dänemark sind es 536 Euro und in den Niederlanden sogar nur 479 Euro. Beide Länder erreichen jedoch im World Governance-Index der Weltbank bei der Verwaltungsqualität bessere Werte.

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