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EcoAustria News

Reformbedarf trotz konjunktureller Erholung

(03.06.2017) Derzeit attestieren Wirtschaftsprognosen Österreich einen konjunkturellen Aufschwung. Diese Entwicklung sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Österreich in den letzten Jahren wirtschaftlich zurückgefallen ist. Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen jüngst etwas zurückgegangen – die Trendumkehr findet jedoch auf einem historischen Höchststand statt: Im Mai 2017 waren 318.022 Menschen ohne Arbeit. Exklusive Schulungsteilnehmer sind das zwar 16.367 Personen weniger als im Mai 2016, jedoch 90.933 mehr als im Mai 2010. Seit Mitte der 1970er hat sich die Arbeitslosigkeit mehr als verzehnfacht. „Selbst wenn das Wachstum jetzt wieder Fahrt aufnimmt, sind die Einbußen der letzten Jahre längst nicht aufgeholt. Wäre die österreichische Wirtschaft in den letzten Jahren genauso kräftig gewachsen wie die deutsche, so wären seit 2011 rund 34 Mrd. Euro Bruttoinlandsprodukt mehr erwirtschaftet worden“, sagt Nikolaus Graf, Leiter der Forschungsbereichs Wettbewerbsfähigkeit bei EcoAustria. „Noch deutlicher wird die österreichische Wachstumsschwäche beim BIP pro Kopf. Inflationsbereinigt liegt dieses noch immer auf dem Niveau von 2008 – im 10-Jahresvergleich ist Österreich also kaum vorangekommen“, erläutert Graf.

Österreich wird sein im internationalen Vergleich hohes Lohnniveau nur halten können, wenn die österreichischen Arbeitnehmer überdurchschnittlich qualifiziert und produktiv sind. Bei internationalen Bildungstests erzielt Österreich jedoch nur mittelmäßige Ergebnisse. Trotz konjunktureller Erholung sind Strukturreformen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit nach wie vor geboten. Hinweise auf Reformnotwendigkeiten liefern internationale Standortrankings: eine niedrigere Abgabenquote, weniger strikte Regelungen zur Arbeitszeit, geringere Bürokratielasten für Bürger und Unternehmen sowie Strukturreformen für eine bessere Bildung sind wichtige Ansatzpunkte für mehr Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Wohlstand in Österreich, so das Fazit einer heute veröffentlichten EcoAustria-Policy Note.

 
 
 
 

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